Steinwaldregion – Pfr. Zeh: Videoandacht zur Osternacht, 1. Kor 15 (Video)

Der HERR ist auferstanden –
ER ist wahrhaftig auferstanden!

 

Die sechste Video-Andacht der Evangelischen Gemeinden im Steinwald.

Wir wünschen frohe Osterfeiertage!!!

Hier der Andachtstext zweisprachig:

Liebe Gemeinde,

Iech mächert heit a weng wos b’sonders mied eich mach’n
Nämlich a Predigt über Osterfreude und as Osterlachen

Etz denk’n sie: Allmächt der Pfarrer hat wos g’numma!
Wäi soll in solche Umständ bitte Osterfreud’ aufkumma?

Wäi G’fangne hock mer heit am Kanapee
Dabei is draußen doch so wunderschee

A Freid hätt iech, des konnst fei wissen
Beim familiären Osterlauf und ned zwischa die Sofakissen!

Natürlich waas ich aa wäi ihr die Feierdooch verbringt
Wall ja der Virus doo uns alle zum daham bleim zwingt

Obber wer weiß, vielleicht is ja die Massenquarantäne
A guder Grund für ganz spezielle Osterpläne

Vielleicht kömmer ja trotzdem wos mit’nander machen
Und – wenn der Herrgott will – aa herzlich lachen

Natürlich braucht’s dafür an gut’n Grund
Sonst bleibt der Schnabl sauber, lacht kein Mund

Des is wäi bei die Kinner, wenns a G’schenkla krieng
Do sigst genau ob sa si freia – oder ob’s a Pflunzn zieng

„Na hopp etz freu di mol… und schön artig bedan’kn!“
Mir wissen alle dass suwos ned funktioniert – ned bloß in Frank’n.

Also su weit maan iech simmer d’accord
Alaanz durch „Hopp etz!“ kummt ka Freid ned vor

Deshalb hob ich mir denk’t: a G’schichtla wär doch fein
Anne mit Tiefgang und zum Lachen müssert’s sein

Dass eich däi g’fällt kann ich ned garantier’n
Obber – naja – ich tät’s a mol probiern…

Däi G’schicht, wo iech eich heit verzähl
Däi handelt von am geizigen Gesell’

Obber a Knauser woar der ned umsonst
Na naa, der woar su reich wäis das bloß vurstelln konnst

Naja, und wäi des halt su iis als reicher Moo
Do überlegst glei dreimol, wem ma trauer koo

Am besten, du versteckst dein groß’n Schatz
Und suchst dafier an goud’n Platz

Bläid wor er ned: genau su hat er’s g’macht
Und si a ganz a g’scheids Versteck ausdacht

An klanner Hausaltar hat er si baut
Der hot am End wäi’s Jesusgrab ausg’schaut

Do hatt er’s dann vergrobm sei Geld
Und obm a Täferla draff g’stellt

Und wisst’er wos da gstand’n ist?
„Hier ruhet unser Herre Christ!“

Suu – hod er g’maand er is a ganz a Schlauer
Und denkt, es traut si kanner nei zu schauer

Anner vu seine Diener obber, der hod’s checkt
Dem woar nämlich sei Herr plötzlich suspekt

„Der woar doch vurher aa ka Frommer
Wäi is etz der zu dem Altar do kommer?“

Und eines Tages ging der Herr auf Reis’n
Ihr kennt’s eich denk’n – Zeit, ihn zu bescheißn!

Und nachhert hot der Diener – nicht verwunderlich
Sein Job g’macht: Er bediente sich!

Und wisst’er wos der Dieb – wie fies!
Als Nachricht hinterließ?

Des Grab hat ausg’schaut wäi zuvor
Bloß daß es leer war – Gloßbrühkloar

Obber a neue Inschrift woar vorhand’n
„Er ist nicht hier. Der Herr ist auferstand’n!“

Des is der Kern vo Ostern, liebe Leut
Des is die Frohe Botschaft heut

Vielleicht ham Sie etz g’lacht – odder vielleicht a net
Wäi in der G’schicht: Der Diener freit si und der Hausherr kriecht Tourette

Obber genau des will ich ja betonenDie Osterbotschaft fordert Reaktionen

Und wäi die ausfalln kann ganz unterschiedlich sei
Der anne glabt’s und freit si und die ander denkt si: mei!

Die Auferstehung – also iech waas net so recht
Des is a scheene G’schicht aber halt aa net echt

Vil näher licht doch, wemma schaut:
Däi ham an Jesus aus’n Grab naus klaut!

Und ganz genau des is des Argument
Des hat der Paulus aa scho kennt

Und hat si g’wehrt und g’schimpft und g’schriem:
Des mit der Auferstehung is ned übertrie’m!

Wenn ihr den Jesus bloß als guten Mensch’n seht
Is kloar dass ihr des alles net versteht

Wer maant a bisserl Ethik reicht mer ja
der is as elendeste Heichterla

In Wahrheit hat Gott Jesus auferweckt
Des is die Message die dahinter steckt

Und wo – Frocht ihr etz sicherlich
Is da die Frohbotschaft für mich?

Is des ned ganz genau wäi ba die Klann
Die die Verpflichtung zum „sich freua“ ham

Die Bibel tut net bloß die Freud betona
Mir hörn da no vu and’re Emotiona

Aa domals wäi die Frau’n des miterleb’m
Hat’s beides: Furcht und große Freude geb’m

Ich maan: Dass Anner aufersteht
anner, der tot woar widder umernander geht

Des is a schwer zum glaa’m und ganz verrückt
Wer do wos annersch sagt, der lügt

Bloß wemmer des mol weiter denkt
Was am der Herrgott damit schenkt

Dass des aa mir gilt in mein Leem
Dann könnt mer fei as Herz erbeem

Weil do nix klaut werd wäi dem Moo sein Schatz
sondern ganz knapp in einem Satz:

As gräßte G’schenk zum Osterfest
Bringt net der Hoos und legt’s ins Nest

Sondern des hat der Schöpfer g’macht
Der hat an Tod nämlich ins G’sicht nei g’lacht

Und sacht durch Jesus: Ster’m und Leid’n
Wer’n ewig as Vorletzte bleib’n

Des haßt net, dass die Widrigkeiten
Aff aa mol wech sin und’s gibt bloß nu Freud’n

Sondern es rückt im Leem as Schwere und as tiefe
In a ganz neue Perspektive

Und des wär doch – su maanert iech
A Grund zur Freud, ganz sicherlich!

Ja und vielleicht – so kummt mer’s vor
Hilft uns ganz oft a weng Humor

Weil vieles fühlt sich leichter an
Wemma mal herzlich lachen kann

Drum hoff ich, liebe Ostermenschen
Ich konnt eich a weng Freude schenk’n

Und dass ihr G’fangner aufm Kanapee
Aa amol glacht habt… des wär Schee

Iech hör Etz aaf zum Reden schwinger
Ach wisst’er woos? Demma weng singer!

Des passert doch etz in dem Rahmen
Sie ahnen’s, gell? Etz kummt as AMEN.

Hochdeutsch 😉

Ich möchte heute etwas besonderes mit euch machen
Nämlich eine Predigt über Osterfreude und das Osterlachen

Jetzt denken Sie: Der spinnt doch!
Wie soll unter solchen Umständen Osterfreude aufkommen?

Wie Gefangene sitzen wir heute auf dem Sofa fest
Dabei ist es draußen doch so wunderschön

Ich hätte Freude dran, das kannst du aber wissen
Beim Familien-Osterspaziergang und nicht zwischen den Sofakissen

Natürlich weiß ich auch, wie ihr die Feiertage verbringt
Weil ja der Virus da uns alle zum zuhause bleiben zwingt

Aber wer weiß, vielleicht ist ja die Massenquarantäne
Ein guter Grund für ganz spezielle Osterpläne

Vielleicht können wir trotzdem etwas miteinander machen
Und – so Gott will – auch herzlich lachen

Natürlich braucht es dafür einen guten Grund
Sonst fällt das lachen schwer

Das ist wie bei den Kindern, die ein Geschenk bekommen
Da sieht man genau ob sie sich freuen oder den Mund verziehen

„Na los, freu dich doch mal… Und sag schön Danke!“
Wir wissen alle, dass so etwas nicht funktioniert – nicht bloß in Franken (denen man eine gewisse Muffeligkeit nachsagt)

Also so weit, denke ich, sind wir uns einig
Allein durch „Los jetzt!“ Kommt keine Freude auf

Deshalb habe ich mir gedacht: eine Geschichte wäre schön
Eine mit Tiefgang und zum Lachen müsste sie sein

Dass euch die gefällt, kann ich nicht garantieren
Aber naja ich würde es probieren

Die Geschichte, die ich euch heute erzähle
Handelt von einem geizigen Gesellen

Aber ein Knauser war er nicht umsonst
Nein, nein, er war unvorstellbar reich

Naja und wie das eben so ist als reicher Mann
Muss man sich gut überlegen, wem man vertrauen kann

Am besten, du versteckst deinen großen Schatz
Und suchst dafür einen guten Platz

Blöd war er nicht: genauso hat er es gemacht
Und hat sich ein sehr schlaues Versteck ausgedacht

Er hat sich einen kleinen Hausaltar gebaut
Der hat am Ende wie das Grab Christi ausgesehen

Da hat er dann sein Geld vergraben
Und oben eine Tafel angebracht

Und wisst ihr, was da stand?
„Hier ruhet unser Herre Christ!“

So hielt er sich für einen ganz Schlauen
Und dachte, dass sich keiner hinein schauen traut

Aber einer von den Dienern, der hat den Braten gerochen
Der fand das Verhalten seines Herrn nämlich komisch

Er war doch vorher auch nicht so fromm
Wie kommt es, dass er plötzlich einen Altar baut?

Und eines Tages ging der Herr auf Reisen
Ihr ahnt es – Zeit ihn zu bescheißen

Und nachher hat der Diener – nicht verwunderlich
Seine Arbeit getan: Er „bediente“ sich

Und wisst ihr was der Dieb, wie fies!
Als Nachricht hinterließ?

Das Grab sah aus wie zuvor
Nur dass es eben leer war – logisch

Aber eine neue Inschrift war vorhanden
„Er ist nicht hier. Der Herr ist auferstand’n!“

Das ist der Kern von Ostern, liebe Leute
Das ist die frohe Botschaft heute

Vielleicht haben Sie jetzt gelacht – vielleicht auch nicht
Wie in der Geschichte: Der Diener freut sich und der Hausherr flucht wie verrückt

Aber genau das will ich ja betonen
Die Osterbotschaft fordert Reaktionen

Und wie die ausfallen kann ganz unterschiedlich sein
Der Eine glaubt es und freut sich, die andere denkt sich: naja

Die Auferstehung ich weiß nicht so recht
Das ist ja eine nette Geschichte aber eben nicht echt

Viel näher liegt doch, wenn man’s recht bedenkt:
Jesus wurde aus dem Grab geklaut!

Und ganz genau das ist das Argument
Das auch Paulus schon gehört hat

Und er hat sich dagegen gewehrt und geschimpft und geschrieben:
Das mit der Auferstehung ist nicht übertrieben!

Wenn ihr Jesus nur als „guten Menschen“ seht
Dann ist klar, dass ihr das alles falsch versteht

Wer meint: Ein bisschen Ethik genügt mir ja
Der ist der elendeste unter allen Menschen

In Wahrheit hat Gott Jesus auferweckt
Das ist die Botschaft, die dahinter steckt

Und wo, fragt ihr jetzt sicherlich,
Ist da die Frohbotschaft für mich?

Ist das nicht genau wie bei den Kleinen?
Die die Verpflichtung haben, sich zu freuen

Die Bibel spricht aber nicht nur von Freude!
Wir hören auch von anderen Emotionen

Auch damals als die Frauen das erlebt haben,
Gab es beides: Furcht und große Freude

Ich finde: Dass einer aufersteht
einer, der tot war plötzlich umhergeht

Das ist wirklich schwer zu glauben und ganz verrückt
Wer da etwas anderes behauptet, der lügt

Nur wenn man das einmal weiter denkt
Was einem Gott damit schenkt

Dass das auch mir gilt, in meinem Leben
Dann könnte mir das Herz erbeben

Weil da nichts geklaut wird wie der Schatz des Mannes
sondern ganz knapp in einem Satz:

Das größte Geschenk zum Osterfest
Bringt nicht der Hase und legt es ins Nest

Sondern das hat der Schöpfer gemacht
Der hat dem Tod ins Gesicht gelacht

Und sagt durch Jesus: Sterben und Leiden
Werden ewig das Vor-letzte bleiben

Das heißt nicht, dass die Widrigkeiten
Auf einmal weg sind und es gibt nur noch Freude

Sondern es rückt im Leben das Schwere und Tiefe
In eine ganz neue Perspektive

Und das wäre doch, so denke ich
Ein Grund zur Freude, ganz sicher!

Ja, und vielleicht – so kommt es mir vor
Hilft uns ganz oft ein wenig Humor

Weil vieles fühlt sich leichter an
Wenn man mal herzlich lachen kann

Darum hoffe ich, liebe Ostermenschen
Ich konnte euch ein wenig Freude schenken

Und dass ihr Gefangenen auf dem Sofa
Auch einmal gelacht habt… das wäre schön

Ich hör jetzt auf, Reden zu schwingen
Ach wisst ihr was? Lasst uns ein wenig singen!

Das passt doch jetzt in diesem Rahmen
Sie ahnen es, nicht wahr? Jetzt kommt das AMEN.

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