Pfr. Schertel: Hausandacht am Trinitatisfest, dem 7. Juni 2020 (Text)

Endlich können wir wieder Gottesdienste feiern. In sehr eingeschränktem Umfang. Deshalb werde ich diese Hausandachten fortsetzen, bis wieder normale Zeiten anbrechen.

Also, setzen Sie sich doch im Kreis Ihrer Familie zusammen und halten gemeinsam eine Andacht:

Vielleicht stellen Sie eine Kerze auf den Tisch und legen ein Kreuz daneben.

Begrüßung:
Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen. Wir wollen gemeinsam vor Gott treten mit unseren Liedern und Gebeten. Und wir hören auf sein Wort.

Lied:
EG 511 (Weißt du, wieviel Sternlein stehen), 1-3

Gebet:
Allmächtiger, ewiger Gott, Du kommst uns nahe als gütiger Vater, rettender Sohn und tröstender Heiliger Geist. Dafür danken wir dir durch Jesus Christus unseren Herrn, der mit dir und dem Heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen

Epistel: Römer 11, 33 – 36
O welch eine Tiefe des Reichtums, beides, der Weisheit und der Erkenntnis Gottes! Wie unbegreiflich sind seine Gerichte und unerforschlich seine Wege! 34 Denn »wer hat des Herrn Sinn erkannt, oder wer ist sein Ratgeber gewesen«? 35 Oder »wer hat ihm etwas zuvor gegeben, dass Gott es ihm zurückgeben müsste?« 36 Denn von ihm und durch ihn und zu ihm sind alle Dinge. Ihm sei Ehre in Ewigkeit! Amen.
(Quelle: Dt. Bibelgesellschaft)

Glaubensbekenntnis

Lied:
EG 140 (Brunn alles Heils, dich ehren wir), in Auswahl

Text zum Nachdenken:
4. Mose 6, 22 -27 vor.
Und der Herr redete mit Mose und sprach: 23 Sage Aaron und seinen Söhnen und sprich: So sollt ihr sagen zu den Israeliten, wenn ihr sie segnet: 24 Der Herr segne dich und behüte dich; 25 der Herr lasse sein Angesicht leuchten über dir und sei dir gnädig; 26 der Herr hebe sein Angesicht über dich und gebe dir Frieden. 27 So sollen sie meinen Namen auf die Israeliten legen, dass ich sie segne.
(Dt. Bibelgesellschaft)

Sprechen Sie doch miteinander über diesen Text. Oder :

Diese Worte kennen wir aus dem Gottesdienst. Wenn er zu Ende geht, werden sie als Segensformel vom Pfarrer gesprochen. Vielleicht kommen sie uns vor, wie ein Gruß: „Auf Wiedersehen, macht’s gut, bis zum nächsten Mal“. Doch es steckt mehr dahinter. Segen kommt ja nicht von einem Menschen, sondern von Gott. Nicht bloß am Sonntag werden wir gesegnet, sondern öfter, an den Wendepunkten des Lebens: Taufe, Konfirmation, Trauung und am Ende unseres Lebens. Christen vertrauen darauf, daß sich Gott ihnen zuwendet, mit einem freundlich strahlenden Ausdruck und, daß er eben nicht wegsieht. So haben wir immer wieder seinen Schutz und seine Hilfe zugesprochen bekommen. Und zumindest ich habe sie auch erfahren. In schwerer Krankheit und Verzweiflung. Aber ich empfinde es auch als Ausdruck seines Segens, daß die Coronapandemie bei uns nicht so schlimm war. So ist Gottes Segen ein Geschenk, das er uns versprochen hat. Aber annehmen müssen wir es schon und auf ihn vertrauen. Denn der Segen wirkt nicht, wie eine Kopfschmerztablette von alleine. Sondern dann, wenn wir uns die Gegenwart Gottes gefallen lassen.

Lied:
EG 170 (Komm, Herr, segne uns) 1 – 3

Gebet:
Barmherziger Gott!
Wir danken dir, daß du uns gesegnet hast und jeden Tag reich beschenkst. Danke, daß wir nicht von der Seuche befallen wurden und auch dafür, daß wir sicher leben können. Wir danken dir auch für den Regen, der unser vertrocknetes Land wieder fruchtbar macht.
Laß uns mit den Menschen, die mit uns unter einem Dach leben, freundlich, liebevoll und vergebungsbereit umgehen.
Gib, daß man bald Hilfe gegen die Coronaviren findet. .
Hilf unseren Glaubensgeschwistern, die in vielen Ländern der Erde verfolgt werden.
Wir bitten dich auch für alle anderen Menschen, die trauern, krank oder einsam sind. Laß sie deine Liebe und Treue erfahren.
Wir bitten dich für alles, was draußen wächst, für die Tiere in den Ställen und Stöcken und auf der Weide.
Hilf uns, jetzt das richtige zu tun, zu sagen und zu denken.
Amen

Vaterunser

Segen:
Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott, der Vater + der Sohn und der Heilige Geist. Amen

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