Pfarrer Schertel: Hausandacht zum 1. Sonntag nach Epiphanias, dem 11. Januar 2026 (Text)

Setzen Sie sich im Kreis Ihrer Familie zusammen und halten gemeinsam eine Andacht:

Vielleicht zünden Sie eine Kerze an und legen ein Kreuz daneben.

Begrüßung:
Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Wir wollen gemeinsam vor Gott treten mit unseren Liedern und Gebeten.
Und wir hören auf sein Wort.

Lied:
EG 161 (Liebster Jesu), 1 – 3

Gebet:
Deine Gerechtigkeit hilft uns im Leben.
Dafür danken wir dir,
der du mit dem Vater und dem heiligen Geist lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.

Epistel: Römer 12, 1 -8
1Ich ermahne euch nun, Brüder, durch die Barmherzigkeit Gottes, dass ihr euren Leib hingebt als ein Opfer, das lebendig, heilig und Gott wohlgefällig sei. Das sei euer vernünftiger Gottesdienst. 2Und stellt euch nicht dieser Welt gleich, sondern ändert euch durch Erneuerung eures Sinnes, auf dass ihr prüfen könnt, was Gottes Wille ist, nämlich das Gute und Wohlgefällige und Vollkommene. 3Denn ich sage durch die Gnade, die mir gegeben ist, jedem unter euch, dass niemand mehr von sich halte, als sich’s gebührt, sondern dass er maßvoll von sich halte, wie Gott einem jeden zugeteilt hat das Maß des Glaubens. 4Denn wie wir an einem Leib viele Glieder haben, aber nicht alle Glieder dieselbe Aufgabe haben, 5so sind wir, die vielen, ein Leib in Christus, aber untereinander ist einer des andern Glied. 6Wir haben mancherlei Gaben nach der Gnade, die uns gegeben ist. Hat jemand prophetische Rede, so übe er sie dem Glauben gemäß. 7Hat jemand ein Amt, so versehe er dies Amt. Ist jemand Lehrer, so lehre er. 8Hat jemand die Gabe, zu ermahnen und zu trösten, so ermahne und tröste er. Wer gibt, gebe mit lauterem Sinn. Wer leitet, tue es mit Eifer. Wer Barmherzigkeit übt, tue es mit Freude.
(Quelle: Dt. Bibelgesellschaft)

Glaubensbekenntnis

Lied:
EG 441 (Du höchstes Licht, ewiger Schein), 1 – 5

Text zum Nachdenken:
Matthäus 3, 13 – 17:
13Zu der Zeit kam Jesus aus Galiläa an den Jordan zu Johannes, dass er sich von ihm taufen ließe. 14Aber Johannes wehrte ihm und sprach: Ich bedarf dessen, dass ich von dir getauft werde, und du kommst zu mir? 15Jesus aber antwortete und sprach zu ihm: Lass es jetzt zu! Denn so gebührt es uns, alle Gerechtigkeit zu erfüllen. Da ließ er’s ihm zu. 16Und als Jesus getauft war, stieg er alsbald herauf aus dem Wasser. Und siehe, da tat sich ihm der Himmel auf, und er sah den Geist Gottes wie eine Taube herabfahren und über sich kommen. 17Und siehe, eine Stimme aus dem Himmel sprach: Dies ist mein lieber Sohn, an dem ich Wohlgefallen habe.

Sprechen Sie doch miteinander über diesen Text. Oder:
Johannes der Täufer hat die Menschen seiner Zeit elektrisiert. Einfachst gekleidet, lebte er nur von Heuschrecken und wildem Honig. Und am Jordan legte er sich mit der flachen Religiosität der Leute an. Zu den Pharisäern sagte er „Schlangenbrut“ und zu den anderen: “Es hilft euch nicht, zum Gottesvolk Israel zu gehören! Stattdessen tut Buße, hört neu auf Gottes Willen und tut ihn auch!“ Viele glaubten ihm und ließen sich zum Zeichen dafür im Jordan taufen. Eines Tages kam Jesus zu ihm und wollte sich ebenfalls taufen lassen. Nach einem Wortgefecht lässt Johannes sich darauf ein. Jesus zeigt damit, dass er sich unbedingt unter den Willen Gottes, seine Gerechtigkeit, stellt. Und die Stimme aus dem Himmel bestätigt ihn.
An diesen beiden Männern am Jordan können wir lernen, dass es nicht genügt, zur Kirche zu gehören. Sondern Gott will, dass wir seine Gerechtigkeit üben und nach seinem Willen leben. Freilich, das gelingt nicht immer und in jeder Situation Deshalb sagt uns die Bibel auch, dass uns Gott vergeben will. Immer, wenn wir ihn darum bitten.

Lied:
EG 67 (Herr Christ, der einig Gotts Sohn) 1 – 5

Gebet:
Gott, du hilfst uns, nach deinem Willen zu leben.
Sei du bei uns mit deiner Gnade, deiner Hilfe und deinem Segen.
Wir bitten dich für alle Verzweifelten, dass sie dich erkennen und von dir Hilfe bekommen.
Mache uns mutig im Glauben und Beten.
Gib deiner Kirche und ihren Verantwortlichen den Mut, dich deutlich zu bezeugen.
Erhalte unserem Land den inneren und äußeren Frieden.
Beschütze uns vor schlechten Politikern, die uns und unserem Land schaden wollen.
Gib, dass alle die uns regieren, auf die Wehrlosen achten und Gegensätze überwinden.
Hilf uns, dein Wort zu verstehen und zu befolgen.
Lass uns mit allen Menschen gut auskommen.
Beschütze deine Kirche, besonders auch die verfolgten Christen.
Tröste die Trauernden und hilf den Kranken.
Lass die Menschen, die unter einem Dach zusammenleben, aufeinander schauen in Liebe und Vergebungsbreitschaft.
Amen

Vaterunser

Segen:
Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott,
der Vater, + der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Lied:
EG 421 (Verleih uns Frieden gnädiglich)

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