Pfarrer Schertel: Hausandacht zum Sonntag Okuli, dem 8. März 2026 (Text)
Setzen Sie sich im Kreis Ihrer Familie zusammen und halten gemeinsam eine Andacht:
Vielleicht zünden Sie eine Kerze an und legen ein Kreuz daneben.
Begrüßung:
Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Wir wollen gemeinsam vor Gott treten mit unseren Liedern und Gebeten.
Und wir hören auf sein Wort.
Lied:
EG 334 (Danke für diesen guten Morgen), 1 – 6
Gebet:
Jesus Christus,
durch dich sind wir Kinder Gottes.
Dafür danken wir dir,
der du mit dem Vater und dem heiligen Geist lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.
Epistel: Epheser 5, 1 – 9
1So ahmt nun Gott nach als geliebte Kinder 2und wandelt in der Liebe, wie auch Christus uns geliebt hat und hat sich selbst für uns gegeben als Gabe und Opfer, Gott zu einem lieblichen Geruch. 3Von Unzucht aber und jeder Art Unreinheit oder Habsucht soll bei euch nicht einmal die Rede sein, wie es sich für die Heiligen gehört, 4auch nicht von schändlichem Tun und von närrischem oder losem Reden, was sich nicht ziemt, sondern vielmehr von Danksagung. 5Denn das sollt ihr wissen, dass kein Unzüchtiger oder Unreiner oder Habsüchtiger – das ist ein Götzendiener – ein Erbteil hat im Reich Christi und Gottes. 6Lasst euch von niemandem verführen mit leeren Worten; denn um dieser Dinge willen kommt der Zorn Gottes über die Kinder des Ungehorsams. 7Darum seid nicht ihre Mitgenossen. 8Denn ihr wart früher Finsternis; nun aber seid ihr Licht in dem Herrn. Wandelt als Kinder des Lichts; 9die Frucht des Lichts ist lauter Güte und Gerechtigkeit und Wahrheit
(Quelle der Bibeltexte: Dt. Bibelgesellschaft)
Glaubensbekenntnis
Lied:
EG 391 (Jesu, geh voran), 1 – 4
Text zum Nachdenken:
Lukas 9, 57 – 62
57Und als sie auf dem Wege waren, sprach einer zu ihm: Ich will dir folgen, wohin du gehst. 58Und Jesus sprach zu ihm: Die Füchse haben Gruben und die Vögel unter dem Himmel haben Nester; aber der Menschensohn hat nichts, wo er sein Haupt hinlege. 59Und er sprach zu einem andern: Folge mir nach! Der sprach aber: Herr, erlaube mir, dass ich zuvor hingehe und meinen Vater begrabe. 60Er aber sprach zu ihm: Lass die Toten ihre Toten begraben; du aber geh hin und verkündige das Reich Gottes! 61Und ein andrer sprach: Herr, ich will dir nachfolgen; aber erlaube mir zuvor, dass ich Abschied nehme von denen, die in meinem Hause sind. 62Jesus aber sprach zu ihm: Wer die Hand an den Pflug legt und sieht zurück, der ist nicht geschickt für das Reich Gottes.
Sprechen Sie doch miteinander über diesen Text. Oder:
Das klingt hart. Jesus sagt: „Lass alles stehen und liegen, folge mir nach. Und du wirst kein Dach über den Kopf haben. Und vergiss, was bisher war!“
Wie soll das gehen? Verpflichtungen, Familie, Broterwerb und vieles andere hindern uns daran.
Sicher, damals war es vielleicht einfacher. Die Leute hatten fast nichts. Und Jesus zog von Ort zu Ort. Wer bei ihm sein wollte, musste mit.
Aber heute? Jetzt, fast am Ende meiner aktiven Dienstzeit, merke ich etwas von der Problematik. Ich bin von daheim weggegangen, um Pfarrer zu werden. Das war für mich nie ein Problem. Aber wo gehöre ich eigentlich hin? In meine Heimatstadt? An einen meiner Dienstorte? Überall habe ich gute Verbindungen und Freunde.
Mancher von Ihnen kennt das vielleicht auch, wenn man aus irgendwelchen Gründen den Wohnort gewechselt hat. Und wer immer noch in seinem Heimatort, oder sogar im Elternhaus lebt, kann es nachvollziehen. Denn auch da gab es Veränderungen.
Nun, Jesus ging es vielleicht gar nicht um einen bestimmten Ort, Familen- oder Freundeskreis. Sondern um eine Grundentscheidung: Will ich mit ihm leben, oder nicht. Und wenn ich das möchte, hat das manchmal Folgen. Aber: und das habe ich auch erlebt: Mit ihm kann ich überall daheim sein. Ich kann mich immer nützlich machen, auf die eine oder andere Weise. Ich finde überall Zufriedenheit. Denn meine eigentliche Heimat ist bei ihm.
Lied:
EG 369 (Wer nur den lieben Gott läßt walten) in Auswahl, aber mit Vers 7
Gebet:
Gott,
wir danken dir dafür, dass du immer bei uns bist.
Mache uns mutig im Glauben und Beten.
Hilf uns, die Menschen um uns herum zu akzeptieren.
Gib deiner Kirche und ihren Verantwortlichen den Mut, dich deutlich zu bezeugen.
Erhalte unserem Land den inneren und äußeren Frieden.
Beschütze uns vor schlechten Politikern, die uns und unserem Land schaden wollen.
Gib, dass alle die uns regieren, auf die Wehrlosen achten und Gegensätze überwinden.
Hilf uns, dein Wort zu verstehen und zu befolgen.
Beschütze deine Kirche, besonders auch die verfolgten Christen.
Tröste die Trauernden und hilf den Kranken.
Lass die Menschen, die unter einem Dach zusammenleben, aufeinander schauen in Liebe und Vergebungsbreitschaft.
Amen
Vaterunser
Segen:
Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott,
der Vater, + der Sohn und der Heilige Geist.
Amen
Lied:
EG 421 (Verleih uns Frieden gnädiglich)


