Pfarrer Schertel: Hausandacht zum 4. Advent, den 21. Dezember 2025 (Text)

Setzen Sie sich im Kreis Ihrer Familie zusammen und halten gemeinsam eine Andacht:

Vielleicht zünden Sie eine Kerze an und legen ein Kreuz daneben.

Begrüßung:
Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Wir wollen gemeinsam vor Gott treten mit unseren Liedern und Gebeten.
Und wir hören auf sein Wort.

Lied:
EG 18 (Seht, die gute Zeit ist nah), 1 – 2

Gebet:
Jesus Christus, du kommst zu uns.
Mache uns bereit dafür.
Darum bitten wir dich,
der du mit dem Vater und dem heiligen Geist lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.

Evangelium: Lukas 1, 26 – 38
6Und im sechsten Monat wurde der Engel Gabriel von Gott gesandt in eine Stadt in Galiläa, die heißt Nazareth, 27zu einer Jungfrau, die vertraut war einem Mann mit Namen Josef vom Hause David; und die Jungfrau hieß Maria. 28Und der Engel kam zu ihr hinein und sprach: Sei gegrüßt, du Begnadete! Der Herr ist mit dir! 29Sie aber erschrak über die Rede und dachte: Welch ein Gruß ist das? 30Und der Engel sprach zu ihr: Fürchte dich nicht, Maria! Du hast Gnade bei Gott gefunden. 31Siehe, du wirst schwanger werden und einen Sohn gebären, dem sollst du den Namen Jesus geben. 32Der wird groß sein und Sohn des Höchsten genannt werden; und Gott der Herr wird ihm den Thron seines Vaters David geben, 33und er wird König sein über das Haus Jakob in Ewigkeit, und sein Reich wird kein Ende haben. 34Da sprach Maria zu dem Engel: Wie soll das zugehen, da ich doch von keinem Manne weiß? 35Der Engel antwortete und sprach zu ihr: Der Heilige Geist wird über dich kommen, und die Kraft des Höchsten wird dich überschatten; darum wird auch das Heilige, das geboren wird, Gottes Sohn genannt werden. 36Und siehe, Elisabeth, deine Verwandte, ist auch schwanger mit einem Sohn, in ihrem Alter, und ist jetzt im sechsten Monat, sie, von der man sagt, dass sie unfruchtbar sei. 37Denn bei Gott ist kein Ding unmöglich. 38Maria aber sprach: Siehe, ich bin des Herrn Magd; mir geschehe, wie du gesagt hast. Und der Engel schied von ihr.
(Quelle: Dt. Bibelgesellschaft)

Glaubensbekenntnis

Lied:
EG 9 (Nun jauchzet, all ihr Frommen), 1 – 4

Text zum Nachdenken:
2. Korinther 1, 18 – 22
18Bei der Treue Gottes, unser Wort an euch ist nicht Ja und Nein zugleich. 19Denn der Sohn Gottes, Jesus Christus, der unter euch durch uns gepredigt worden ist, durch mich und Silvanus und Timotheus, der war nicht Ja und Nein, sondern das Ja war in ihm. 20Denn auf alle Gottesverheißungen ist in ihm das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre. 21Gott ist’s aber, der uns fest macht samt euch in Christus und uns gesalbt hat 22und versiegelt und in unsre Herzen als Unterpfand den Geist gegeben hat.

Sprechen Sie doch miteinander über diesen Text. Oder:
Paulus wollte die Korinther besuchen. Aber er hat es nicht geschafft. Darüber sind die Leute zornig.
Jeder von uns Pfarrern kenn das. Wir haben eine Liste im Kopf von Leuten, die eingentlich mal besucht werden sollten, aber ständig kommt was dazwischen. Auch, wenn man es angekündigt hat.
Und Ihnen geht es bestimmt auch so. Nicht alles, was man ankündigt, kriegt man auf die Reihe. Und oft kommt es uns so vor, dass auch Gott uns warten lässt.
Hier setzt Paulus ein und sagt: Auf alle Gottesverheißungen ist in Christus das Ja; darum sprechen wir auch durch ihn das Amen, Gott zur Ehre.
Das bedeutet für uns, dass wir nicht ängstlich, sondern gelassen warten können. Schließlich gehören wir zum Herrn. Und er hat uns sein Wort in der Bibel gegeben. Und da ist auch noch der Heilige Geist, der uns nicht bloß zum Glauben geführt hat. Sondern er tröstet uns auch, macht uns stark und lässt die Hoffnung in uns nicht untergehen.
Eigentlich ist es falsch, im Advent zu sagen: Gott kommt. Denn er ist schon da, ganz nahe bei uns.

Lied:
EG 396 (Jesu, meine Freude) 1 – 3 + 6

Gebet:
Gott,
schenke uns in allem Festtrubel Muße und ein offenes Herz für dich.
Gib uns offene Augen für das, was die Menschen brauchen, die uns begegnen.
Und wir bitten dich für alle Verzweifelten, dass sie dich erkennen und von dir Hilfe bekommen.
Mache uns mutig im Glauben und Beten.
Gib deiner Kirche und ihren Verantwortlichen den Mut, dich deutlich zu bezeugen.
Erhalte unserem Land den inneren und äußeren Frieden.
Beschütze uns vor schlechten Politikern, die uns und unserem Land schaden wollen.
Gib, dass alle die uns regieren, auf die Wehrlosen achten und Gegensätze überwinden.
Hilf uns, dein Wort zu verstehen und zu befolgen.
Lass uns mit allen Menschen gut auskommen.
Beschütze deine Kirche, besonders auch die verfolgten Christen.
Tröste die Trauernden und hilf den Kranken.
Lass die Menschen, die unter einem Dach zusammenleben, aufeinander schauen in Liebe und Vergebungsbreitschaft.
Amen

Vaterunser

Segen:
Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott,
der Vater, + der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.

Lied:
EG 17 (Wir sagen euch an den lieben Advent) 1 – 4

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