Pfarrer Schertel: Hausandacht zum 11. Sonntag nach Trinitatis, dem 31. August 2025 (Text)

Setzen Sie sich im Kreis Ihrer Familie zusammen und halten gemeinsam eine Andacht:

Vielleicht zünden Sie eine Kerze an und legen ein Kreuz daneben.

Begrüßung:
Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Wir wollen gemeinsam vor Gott treten mit unseren Liedern und Gebeten.
Und wir hören auf sein Wort.

Lied:
EG 398 (In dir ist Freude), 1 – 2

Gebet:
Hilf uns, deinen Willen zu erfüllen.
Das bitten wir dich durch Jesus Christus, unseren Herrn,
der mit dem Vater und dem heiligen Geist lebt und regiert von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.

Evangelium: Lukas 10, 25 – 37
25Und siehe, da stand ein Gesetzeslehrer auf, versuchte ihn und sprach: Meister, was muss ich tun, dass ich das ewige Leben ererbe? 26Er aber sprach zu ihm: Was steht im Gesetz geschrieben? Was liest du? 27Er antwortete und sprach: »Du sollst den Herrn, deinen Gott, lieben von ganzem Herzen, von ganzer Seele und mit all deiner Kraft und deinem ganzen Gemüt, und deinen Nächsten wie dich selbst« 5. Mose 6,5. 28Er aber sprach zu ihm: Du hast recht geantwortet; tu das, so wirst du leben. 29Er aber wollte sich selbst rechtfertigen und sprach zu Jesus: Wer ist denn mein Nächster? 30Da antwortete Jesus und sprach: Es war ein Mensch, der ging von Jerusalem hinab nach Jericho und fiel unter die Räuber; die zogen ihn aus und schlugen ihn und machten sich davon und ließen ihn halb tot liegen.31Es traf sich aber, dass ein Priester dieselbe Straße hinabzog; und als er ihn sah, ging er vorüber. 32Desgleichen auch ein Levit: Als er zu der Stelle kam und ihn sah, ging er vorüber. 33Ein Samariter aber, der auf der Reise war, kam dahin; und als er ihn sah, jammerte es ihn; 34und er ging zu ihm, goss Öl und Wein auf seine Wunden und verband sie ihm, hob ihn auf sein Tier und brachte ihn in eine Herberge und pflegte ihn. 35Am nächsten Tag zog er zwei Silbergroschen heraus, gab sie dem Wirt und sprach: Pflege ihn; und wenn du mehr ausgibst, will ich dir’s bezahlen, wenn ich wiederkomme. 36Wer von diesen dreien, meinst du, ist der Nächste geworden dem, der unter die Räuber gefallen war? 37Er sprach: Der die Barmherzigkeit an ihm tat. Da sprach Jesus zu ihm: So geh hin und tu desgleichen! (Quelle: Dt. Bibelgesellschaft)

Glaubensbekenntnis

Lied:
EG 412 (So jemand spricht, ich liebe Gott), 1 – 4

Text zum Nachdenken:
Markus 3, 31 bis 35
Und es kamen seine Mutter und seine Brüder und standen draußen, schickten zu ihm und ließen ihn rufen. 32Und das Volk saß um ihn. Und sie sprachen zu ihm: Siehe, deine Mutter und deine Brüder und deine Schwestern draußen fragen nach dir. 33Und er antwortete ihnen und sprach: Wer ist meine Mutter und meine Brüder? 34Und er sah ringsum auf die, die um ihn im Kreise saßen, und sprach: Siehe, das ist meine Mutter und das sind meine Brüder! 35Denn wer Gottes Willen tut, der ist mein Bruder und meine Schwester und meine Mutter.

Sprechen Sie doch miteinander über diesen Text. Oder:

Familien halten zusammen. Das wissen wir. Auch, wenn es einmal Streit gibt, im Notfall ist man füreinander da.
Bekanntlich hatte auch Jesus eine Familie. Aber seine Angehörigen konnten nicht alles verstehen, was er sagte und tat.
Auch in dieser Geschichte ist das so. Aber warum reagiert Jesus so hart? Das klingt fast, als ob er sich von den Seinen lossagt. Nun, so schlimm wird es nicht gewesen sein. Seine Mutter steht später unter dem Kreuz und sein Bruder Jakobus spielt eine wichtige Rolle in der Urgemeinde. Aber in unserer Geschichte ist er in verschiedenen Gesprächen. Er hat am Sabbat einen Kranken geheilt, die Jünger berufen und streitet sich mit seinen religiösen Gegnern herum. Also muss er zum einen Prioritäten setzen. Und er will seine Jünger ermutigen: Mir seid ihr genauso wichtig, wie Mutter und Geschwister, wenn ihr Gottes Willen tut. Ich lasse euch nicht allein.
Und das ist auch für uns wichtig. Jesus sagt: wenn ihr Gottes Willen tut, bin ich immer bei euch.

Lied:
EG 622 (Ich möchte Glauben haben) 1 – 4

Gebet:
Gott, dein Wort will uns helfen, richtig zu leben.
Hilf uns, durch unser Verhalten zu einer gerechten Welt beizutragen.
Mache uns mutig im Glauben und Beten.
Gib deiner Kirche und ihren Verantwortlichen den Mut, dich deutlich zu bezeugen.
Erhalte unserem Land den inneren und äußeren Frieden.
Beschütze uns vor schlechten Politikern, die uns und unserem Land schaden wollen.
Gib, dass alle die uns regieren, auf die Wehrlosen achten und Gegensätze überwinden.
Hilf uns, dein Wort zu verstehen und zu befolgen.
Lass uns mit allen Menschen gut auskommen.
Beschütze deine Kirche, besonders auch die verfolgten Christen.
Tröste die Trauernden und hilf den Kranken.
Lass die Menschen, die unter einem Dach zusammenleben, aufeinander schauen in Liebe und Vergebungsbreitschaft.
Amen

Vaterunser

Segen:
Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott,
der Vater, + der Sohn und der Heilige Geist.
Amen

Lied:
EG 421 (Verleih uns Frieden)

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