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Luther über die Lutherrose

Der Kurprinz Johann Friedrich überreichte Martin Luther auf der Veste Coburg 1530 einen Siegelring mit einem Wappen. Dieses Wappen – die so genannte Lutherrose – versteht der Reformator selbst als:

„Ein Merkzeichen meiner Theologie. Das erste sollte ein Kreuz sein, schwarz im Herzen, das seine natürliche Farbe hätte, damit ich mir selbst Erinnerung gäbe, dass der Glaube an den Gekreuzigten mich selig macht. Denn so man von Herzen glaubt, wird man gerecht. Solch Herz aber soll mitten in einer weißen Rose stehen, anzeigen, dass der Glaube Freude, Trost und Friede gibt. Darum soll die Rose weiß und nicht rot sein; denn weiße Farbe ist der Geister und aller Engel Farbe. Solche Rose steht im himmelfarbenen Feld, dass solche Freude im Geist und Glauben ein Anfang ist der himmlischen Freude zukünftig. Und um solch Feld einen goldenen Ring, dass solche Seligkeit im Himmel ewig währet und kein Ende hat und auch köstlich ist über alle Freude und Güter, wie das Gold das edelste, köstlichste Erz ist.“

Luther nutzt dieses Wappen, um Schriften und Schreiben als von ihm verfasst kenntlich zu machen. Später wird die ursprüngliche Lutherrose mit dem Zusatz „VIVIT“ versehen als Hinweis auf den auferstandenen Christus („er lebt“). Die Lutherrose wird heute als Symbol von lutherischen Kirchen verwandt und findet sich auch im Wappen einiger Orte.

Quelle: WA, Luthers Briefwechsel, 5. Band, S. 444f
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