Pfarrer Schertel: Hausandacht zur Jahreswende 2025/26 (Text)
Setzen Sie sich im Kreis Ihrer Familie zusammen und halten gemeinsam eine Andacht:
Vielleicht zünden Sie eine Kerze an und legen ein Kreuz daneben.
Begrüßung:
Im Namen Gottes des Vaters, des Sohnes und des Heiligen Geistes. Amen.
Wir wollen gemeinsam vor Gott treten mit unseren Liedern und Gebeten.
Und wir hören auf sein Wort.
Lied:
EG 58 (Nun laßt uns gehen und treten), in Auswahl
Gebet:
Jesus Christus,
du kommst uns an jedem Tag des Lebens entgegen.
Dafür danken wir dir,
der du mit dem Vater und dem heiligen Geist lebst und regierst von Ewigkeit zu Ewigkeit.
Amen.
Evangelium: Matthäus 13, 24 – 30
Jesus legte ihnen ein anderes Gleichnis vor und sprach: Das Himmelreich gleicht einem Menschen, der guten Samen auf seinen Acker säte. 25Als aber die Leute schliefen, kam sein Feind und säte Unkraut zwischen den Weizen und ging davon. 26Als nun die Halme wuchsen und Frucht brachten, da fand sich auch das Unkraut. 27Da traten die Knechte des Hausherrn hinzu und sprachen zu ihm: Herr, hast du nicht guten Samen auf deinen Acker gesät? Woher hat er denn das Unkraut? 28Er sprach zu ihnen: Das hat ein Feind getan. Da sprachen die Knechte: Willst du also, dass wir hingehen und es ausjäten? 29Er sprach: Nein, auf dass ihr nicht zugleich den Weizen mit ausrauft, wenn ihr das Unkraut ausjätet. 30Lasst beides miteinander wachsen bis zur Ernte; und um die Erntezeit will ich zu den Schnittern sagen: Sammelt zuerst das Unkraut und bindet es in Bündel, damit man es verbrenne; aber den Weizen sammelt in meine Scheune.
(Quelle: Dt. Bibelgesellschaft)
Glaubensbekenntnis
Lied:
EG 637 (Von guten Mächten), 1 – 6
Text zum Nachdenken: Jahreslosung 2026:
Gott spricht: Siehe, ich mache alles neu!
Offenbarung 21, 5
Sprechen Sie doch miteinander über diesen Text. Oder:
De alten Ägypter sind mir sympathisch. Denn sie lehnten Veränderungen ab.
Ein wenig geht es mir mit der neuen Jahreslosung auch so. Ich möchte, dass nichts anders wird. Frieden bei uns, Gesundheit und so weiter. Auf der anderen Seite weiß ich, dass nichts so bleibt, wie es war. Für mich gibt es im nächsten Sommer die größte Veränderung, seit ich 1988 ins Vikariat eingetreten bin: Den Ruhestand. Ich freu mich drauf: kein Stress, im Gottesdienst nur zuhören müssen, meine Hobbies. Aber ich muss ja auch meine freie Zeit füllen und mich damit abfinden, dass ich nicht mehr der Herr Pfarrer bin, sondern nur noch der Schertel, der nebenan wohnt.
Wie es aussieht, werden sich im Herbst auch Veränderungen in der Gemeindestruktur ergeben. Genaueres weiß ich noch nicht. Die Rede ist von “Regionen” mit mehreren Kirchengemeinden und Hauptamtlichen.
Und bei Ihnen wird auch nicht alles beim Alten bleiben.
Bleibt die Frage übrig, ob die Jahreslosung Hoffnung, oder eher Angst macht. Für die Leser der Offenbarung war sie ein Hoffnungszeichen. Die Christen damals wurden verfolgt und mit dem Tode bedroht. Und das Buch sollte ihnen Mut machen und Kraft geben, durchzuhalten. Es malt das Bild vom himmlischen Jerusalem, das am Ende der Zeit auf die Erde kommt. Gott wohnt unter den Menschen und es gibt kein Leid und keine Not mehr.
Insofern will ich mir auch Mut machen lassen für das Jahr 2026 und lade Sie ein, es auch zu tun.
Lied:
EG 61 (Hilf, Herr Jesu, lass gelingen) 1 – 6
Gebet:
Gott, wir stehen an der Grenze zu einem neuen Jahr.
Vieles ist ungewiss, oder es macht uns Angst.
Aber auch manche Hoffnung tragen wir in uns.
Sei du bei uns mit deiner Gnade, deiner Hilfe und deinem Segen.
Wir bitten dich für alle Verzweifelten, dass sie dich erkennen und von dir Hilfe bekommen.
Mache uns mutig im Glauben und Beten.
Gib deiner Kirche und ihren Verantwortlichen den Mut, dich deutlich zu bezeugen.
Erhalte unserem Land den inneren und äußeren Frieden.
Beschütze uns vor schlechten Politikern, die uns und unserem Land schaden wollen.
Gib, dass alle die uns regieren, auf die Wehrlosen achten und Gegensätze überwinden.
Hilf uns, dein Wort zu verstehen und zu befolgen.
Lass uns mit allen Menschen gut auskommen.
Beschütze deine Kirche, besonders auch die verfolgten Christen.
Tröste die Trauernden und hilf den Kranken.
Lass die Menschen, die unter einem Dach zusammenleben, aufeinander schauen in Liebe und Vergebungsbreitschaft.
Amen
Vaterunser
Segen:
Es segne und behüte uns der allmächtige und barmherzige Gott,
der Vater, + der Sohn und der Heilige Geist.
Amen.
Lied:
EG 421 (Verleih uns Frieden gnädiglich)


